Vergütung »Quo Vadis«?

Ein großes Konfliktpotential bezogen auf Sinnkopplung liegt in Vergütungssystemen. Deshalb lohnt die Auseinandersetzung damit, was uns passiert, wenn wir an Geld denken. Kathleen Vohs von der Abteilung für Marketing einer Managementschule in Minneapolis in den USA hat dazu verschiedene aufschlussreiche Experimente durchgeführt. Bevor ich allerdings auf eines dieser Experimente näher eingehe möchte ich, dass wir uns vor Augen führen, wie oft  der Gedanke an Geld eine Rolle in Unternehmen spielt.

  • Wer hat schon einmal an einer Missions-, Visions-, Strategieklausur teilgenommen, an der nicht irgendwann das Thema Ressourcen, Budgets und damit Geld im Zentrum der Unterhaltung stand?
  • Wer hat schon einmal ein Bewerbungsgespräch geführt in dessen Vorbereitung und Durchführen nicht maßgeblich auch an das zu erzielende/ zu bezahlende Einkommen gedacht wurde?
  • Wer stand/ saß schon eimal länger als zehn Arbeitstage in Kaffe-Ecken und bei informellen Gesprächen, ohne dass die Themen Gehalt eines Kollegen, eigenes Gehalt, Urlaubsgeld, Vergütung von externen Beratern, Reisekosten, Telekommunikationskosten und dergleichen mehr diskutiert wurde?

Wie man sieht, denken wir sehr häufig an Geld und hier seien jetzt nicht die Momente gezählt, in denen wir aus privatem Anlass darüber nachdenken. 

Sterben verboten

Stone HedgeEs ist schon so eine Krux mit den Managern, der Führung und der Selbstorganisation. Es gibt dafür einfach kein Patentrezept. Das kommt daher, dass jede Entscheidung, nicht nur für etwas stattfindet sondern im selben Moment ganz viele andere Möglichkeiten ausschließt. Heute Morgen habe ich im Blog von Stefan Hagen einen Beitrag über Selbstorganisation gelesen und ein Video von Prof. Dr. Kruse dazu angesehen. Im Beitrag wird das Sowohl-Als-Auch gefordert, also Selbstorganisation angereichert um ein Management, das System zu gestalten und zu lenken, dass sich dann allerdings selbst organisiert.

Herr Kruse weißt in seinem Video darauf hin, dass man Selbstorganisation nicht glorifizieren darf und als Trumpfkarte zieht, sobald man keine Lust mehr auf Management hat. Er erläutert darüber hinaus, auf was zu achten ist, will man die Organisation nicht aufgrund von Selbstorganisations-Hirngespinsten zerfallen sehen. 

Zentrale Punkte sind dabei Disziplin und standardisierte hoch qualitative Kommunikationsprozesse, die ermöglichen, dass keine im System vorhandene Störung an einem vorbei geht.

SinnEntKopplung (3) - Schwarzes Loch in Köln

Die U-Bahn-Baustelle hat im vergangenen Jahr für unrühmliche Schlagzeilen gesorgt, als aufgrund von Baumängeln das Stadtarchiv einstürzte. Ging man damals noch von punktuellen Schlampereien aus, wird inzwischen ein ganz anderes Ausmaß ersichtlich.
In einem Interview im Deutschlandradio sprach Dirk Müller mit dem Präsidenten der nordrhein-westfälischen-Ingenieurkammer-Bau, Heinrich Bökomp. Herr Bökamp sieht hinter dem Pfusch kein organisiertes Verbrechen, wie andere es bereits proklamieren, sattdessen handle es sich um mangelnde Kontrolle.
Im Interview erklärt Herr Bökamp:
Bökamp: ...denn unser Sicherheitskonzept ist ein festgeschriebenes, über Jahrzehnte erprobtes und auch weltweit anerkanntes Sicherheitssystem.
... Einmal ist Sicherheit nur dann erzielbar, wenn sie auch kontrolliert wird, wenn, wir sagen immer, das Vier-Augen-Prinzip eingeführt ist und auch wirklich gelebt wird. Da hat hier sicherlich das eine oder andere versagt, dass eben derjenige, der ausführt, sich nicht überwacht gefühlt hat, oder zumindest nicht ausreichend überwacht gefühlt hat, denn wenn 80 Prozent einer Sorte von Eisen verschwinden, dann kann dort eine Überwachung nicht befürchtet worden sein.

Management News - Interview im Managementradio

management radioHallo Blog,

am Freitag hat mich Ulrich Erik Hinsen vom management radio zu meinem Kernthema Sinnkopplung interviewt.

Unser sehr angenehmes Gespräch dauert gerade einmal sieben Minuten und bringt das Konzept Sinnkopplung sowie seine Relevanz für die Mitarbeiterbindung, die Führung und die Kommunikation im Unternehmen, wie ich finde, sehr gut auf den Punkt.

Vielen Dank ans management radio! 

Wer will, kann das Interview gleich hier anhören:

Das empathische Unternehmen

Bild: APEigentlich, sagt Jeremy Rifkin, sind wir Menschen uns grundsätzlich einander zugetan, und so könnte, sollte endlich eine empathische Zivilisation entstehen.
Als Beispiel für die Möglichkeit dieser empathischen Zivilisation wird im Interview mit dem Deutschlandradio die Hilfsbereitschaft für die Erdbebenopfer in Haiti angeführt. Rifkin meint dazu.
Bereits eine halbe Stunde nach dem Erdbeben tauchten die ersten Nachrichten auf Twitter, auf YouTube auf, und innerhalb weniger Stunden hatte sich der ganze Erdball ins Bild gesetzt und zeigte diese Einfühlung, als ob die ganze Erde sozusagen eine Familie wäre. Das ist ein gutes Beispiel für das, was ich die Zivilisation der Empathie nenne. Dennoch stellen sich da noch Probleme.

Einerseits haben wir ein wachsendes Bewusstsein dafür, dass wir alle zusammengehören, dass wir eine Biosphäre bilden, dass unsere Mitgeschöpfe sozusagen Teil unserer Großfamilie sind. Auf der anderen Seite sehen wir das verstärkte Aufkommen von Massenvernichtungswaffen, mehr Fremdenfeindlichkeit, und der Klimawandel steht vor der Tür, er könnte sogar das Überleben der Menschengattung gefährden.

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